Du optimierst für Google.
Deine Gäste fragen längst ChatGPT.
Heute rief mich Lena an. Gleich nach der Begrüßung sagte sie: „ChatGPT hat euch empfohlen!“
Lena plant für März einen Junggesellinnenabschied für ihre Freundin. Sie hatte sich unsere WolkenGuckerei bereits angesehen und sie der zukünftigen Braut gezeigt. Die war begeistert.
Auch sonst wusste Lena erstaunlich viel. Wie viele Gäste bei uns übernachten können, dass unser Whirlpool das ganze Jahr über beheizt ist und dass wir keine Partys erlauben. Sogar die Verfügbarkeit für das gewünschte Wochenende hatte sie bereits geprüft.
Sie wollte nur noch wissen, ob ein ruhiger JGA trotz Partyverbot in Ordnung ist und ob wir das Wochenende reservieren könnten, bis alle zugesagt haben.
Seit unserer Webseitenumstellung im September frage ich unsere Gäste, wie sie uns gefunden haben. Bei jeder Direktbuchung höre ich dieselbe Antwort: „Über ChatGPT.“
Und dabei war unsere Webseite noch vor wenigen Wochen für die KI-Suche kaum lesbar.
Im vergangenen Jahr war Google unser großes Thema
2025 haben wir uns intensiv mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigt. Passende Texte, Blogartikel und die richtigen Informationen auf unserer Webseite sollten dafür sorgen, dass unsere Unterkünfte bei Google besser gefunden werden.
Dieses Jahr hat sich unser Arbeitsalltag verändert.
Mit künstlicher Intelligenz arbeiten wir schon seit mehreren Jahren. Im Frühjahr haben wir dann erstmals von digitalen Mitarbeitern gehört. Inzwischen haben wir mehrere davon eingelernt. Sie unterstützen uns bei der Buchhaltung, im Marketing, bei Analysen und in der Organisation.
Im Sommer wollten wir wissen, wie gut unser Ferienhaus eigentlich für die KI-Suche sichtbar ist.
Was wir bei unseren technischen Tests herausfanden, hat uns ziemlich erschreckt.
Für normale Webseitenbesucher war alles da. Bilder, Beschreibungen, Ausstattung und Buchungsmöglichkeiten. Unser Baukastensystem lud jedoch viele Inhalte erst im Browser nach. Bei automatisierten Abrufen kamen deshalb kaum Informationen an. Nur unser Name, das Menü und eine Überschrift.
Unsere Texte, FAQs und Blogartikel? Praktisch unsichtbar.
Gemeinsam mit unseren digitalen Mitarbeitern haben wir die Ursachen gesucht. Im August haben wir einen ersten Teil geändert: Unsere Blogartikel bekamen eine unsichtbare Beschreibung mit dem ganzen Text, die Maschinen direkt lesen können. Ich dachte, damit sei alles geklärt.
Am 17. September haben wir dann gemerkt, dass noch längst nicht alles lesbar war. Der eigentliche Text kam bei automatisierten Abrufen immer noch nicht an, und manche Beschreibungen waren sogar den falschen Seiten zugeordnet.
Am 18. September 2026 war es geschafft. Unsere Inhalte waren nun auch für automatisierte Abrufe direkt lesbar.
NORA, unsere Marketingmitarbeiterin, und COCO, unsere Layout-Spezialistin, entdeckten noch weitere Schwachstellen. Unsere Adresse fehlte auf der Startseite, Informationen über Hunde waren versteckt und im Google-Unternehmensprofil hatten wir tatsächlich vergessen, unsere Sauna anzugeben.
Also haben wir auch diese Informationen ergänzt und unsere Inhalte verständlicher aufbereitet.
Und dann kam der 21. September
Nur drei Tage nach der Umstellung erhielten wir unsere erste Direktbuchung über ChatGPT.
Ein Ehepaar, beide Mitte fünfzig, buchte einen Aufenthalt im Oktober. Als die beiden bei uns waren, erzählten sie uns, dass ChatGPT ihnen unser Ferienhaus empfohlen hatte.
Ist das nicht großartig?
- 18. September 2026Webseite für automatisierte Abrufe lesbar
- 3 Tage
- 21. September 2026Erste Direktbuchung über ChatGPT
Wer seine Webseite für Google optimiert, kennt die Wartezeiten. Neue Seiten werden nicht sofort erfasst. Bis sich Änderungen in den Suchergebnissen bemerkbar machen, können Wochen vergehen.
Und während wir bei Google noch auf die Erfassung unserer neuen Inhalte warteten, kamen über ChatGPT bereits Gäste zu uns.
Bei diesem einen Ehepaar blieb es nicht.
Im Juli und August hatten wir insgesamt vier E-Mail-Anfragen und zwei Direktbuchungen erhalten. Im August kam sogar keine einzige E-Mail-Anfrage.
Ehrlich gesagt hatten wir uns eine Weile nicht mehr um neue Anfragen bemüht. Prompt wurden es immer weniger. Genau deshalb haben wir uns der KI-Frage gewidmet.
In den vier Wochen nach der Umstellung waren es zehn E-Mail-Anfragen und sechs Direktbuchungen!
Juli und August
2 Monate
4E-Mail-Anfragen
2Direktbuchungen
Nach der Umstellung
4 Wochen
10E-Mail-Anfragen
6Direktbuchungen
Auch die E-Mail-Anfragen haben wir inzwischen mithilfe von KI optimiert. Schließlich möchten wir nicht jeden Tag dieselben Fragen beantworten, wenn unsere Gäste die Informationen direkt auf unserer Webseite finden können. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Noch beeindruckender sind unsere Besucherzahlen: Vom 17. September bis 15. Oktober 2026 kamen 271 von insgesamt 1.495 erfassten Webseitenbesuchen aus einer KI-Suche, 264 davon über ChatGPT. Das ist mehr als jeder sechste Besuch. Und das ist nur, was wir sehen können. Wer den Link in der ChatGPT-App antippt, kommt bei uns oft ohne Herkunft an.*
Genau das sehen wir seit dem 9. Oktober. Vom 9. bis 15. Oktober kamen rund 190 Besuche mehr ohne Herkunft als sonst. Sie sehen aus wie unsere ChatGPT-Besucher: meist mit dem iPhone, fast alle zum ersten Mal bei uns, auf denselben Seiten. Beweisen können wir es nicht. Aber vermutlich kamen sie über den ChatGPT-Link in der App. Rund 190 Besuche in einer einzigen Woche!
271aus einer KI-Suche264 über ChatGPT, 7 über Gemini
1.224aus anderen Quellen
1.495 erfasste Besuche, 17. September bis 15. Oktober 2026. Nur Besuche mit Zustimmung zur Cookie-Erfassung.
Und dann wollten wir wissen, wie oft ChatGPT selbst auf unsere Webseite schaut. Im selben Zeitraum waren es rund 5.000 Abrufe. Das sind keine Besucher. Das ist ChatGPT, das unsere Seiten liest. Gut 1.000 Mal davon, während gerade jemand im Chat eine Frage stellte.
Aber das eigentlich Erstaunliche sind nicht einmal die Besucherzahlen.
Es sind die Buchungen, die daraus entstehen.
Alle unsere aktuellen Direktbuchungen kamen über ChatGPT zustande. Für die kommenden Wochen stehen sechs Direktbuchungen gerade einmal einer Buchung über Airbnb und einer über Booking gegenüber.
ChatGPT bringt uns nicht einfach Besucher. Es bringt uns Gäste, die buchen.
Und wir sind sooo gespannt, wie sich das in den nächsten Monaten weiterentwickelt! Wenn schon die ersten Wochen solche Ergebnisse bringen, was ist dann erst in einem halben Jahr möglich?
Das kann doch nur gut werden!
Merkst du was? Die Art, wie Gäste nach einer Unterkunft suchen, verändert sich.
Jasmin war mit ihrem Freund und ihrer Hündin Nala bei uns. Sie zeigte mir sogar ihren ChatGPT-Chat.
Die KI hatte zu ihr gesagt:
„Ich habe ein unverschämt gutes Angebot für dich!“
Und anschließend uns vorgeschlagen. In ihrem Chat stand sogar:
„Ich empfehle dir wärmstens die WolkenGuckerei.“
Ist das nicht unglaublich spannend?
Gäste erzählen ChatGPT, was sie sich für ihren Urlaub wünschen, und bekommen eine Unterkunft vorgeschlagen, die zu ihren Bedürfnissen passt.
Denn seien wir ehrlich: Wer sucht bei Google schon gezielt nach einer Ferienwohnung in Markt Erlbach?
Trotzdem finden Gäste über ChatGPT zu uns.
Das ist ein rasanter Wandel und eine wahnsinnig tolle Chance für uns Gastgeber.
Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, gefunden zu werden. Es geht darum, von den richtigen Gästen gefunden zu werden.
Lena und Jasmin zeigen, worauf es ankommt
Lena wollte einen Junggesellinnenabschied organisieren, bei dem die Mädels gemeinsam eine schöne Zeit verbringen können. Ohne große Party, dafür mit genügend Platz und einem Whirlpool, den sie auch im März nutzen können.
ChatGPT hatte ihr unsere WolkenGuckerei empfohlen und offenbar gleich wichtige Informationen mitgegeben. Sogar unser Partyverbot kannte sie bereits.
Auf unserer Webseite gibt es einen eigenen Blogartikel über Freundinnenwochenenden. Darin beschreiben wir, wie bis zu sechs Freundinnen ihre gemeinsame Zeit bei uns verbringen können. Mit Sauna, ganzjährig beheiztem Whirlpool und Informationen darüber, was bei uns möglich ist.
Wir haben diesen Artikel geschrieben, um unseren Gästen zu zeigen, wie ein solches Wochenende aussehen kann.
Heute sehe ich darin noch einen weiteren Nutzen: Solche Beschreibungen helfen dabei, unsere Unterkunft mit konkreten Urlaubswünschen in Verbindung zu bringen.
Und was bedeutet das jetzt für Google und SEO?
Google bleibt wichtig. Natürlich werden wir unsere Webseite auch weiterhin für Suchmaschinen optimieren.
Aber unsere Erfahrungen haben unseren Blick verändert.
Bisher haben wir uns vor allem gefragt, ob unsere Webseite bei Google gefunden wird. Jetzt interessiert uns mindestens genauso stark, ob eine KI überhaupt versteht, was wir anbieten.
Dafür reicht es nicht, dass eine Webseite hübsch aussieht. Ihre Inhalte müssen technisch zugänglich sein und verständlich beschreiben, was Gäste erwartet.
Ob Hunde willkommen sind. Ob der Whirlpool auch im Winter beheizt ist. Wie viele Personen Platz haben. Ob sich das Haus für ein Freundinnenwochenende eignet. Und eben auch, dass wir keine Partys erlauben.
Gerade Lena zeigt, wie wichtig klare Informationen sind. Unser Partyverbot hat sie nicht abgeschreckt. Sie wusste bereits vor ihrem Anruf, welche Regeln gelten, und wollte nur klären, ob ihr geplanter Aufenthalt damit vereinbar ist.
Direktbuchungen sind für uns längst mehr als ein Experiment
Wir von &oh möchten möglichst viele Gäste direkt erreichen, ohne für jede Buchung Provisionen an die großen Portale abzugeben.
Bei unserem kleinen Boardinghouse BASE. stay Erlangen sehen wir, was möglich ist. Die Direktbuchungswebseite haben wir erst am 24. Juli 2026 gestartet. Mitte Oktober erreichen wir bereits einen Direktbuchungsanteil von 30 Prozent.
Auch bei unserer WolkenGuckerei ist uns das von Anfang an ziemlich gut gelungen. Obwohl sie nicht gerade in einer typischen Urlaubsregion liegt, konnten wir unseren Direktbuchungsanteil von 30 Prozent im vergangenen Jahr auf aktuell 50 Prozent steigern.
WolkenGuckerei
- 2025
- 30 %
- Januar bis Oktober 2026
- 50 %
BASE. stay Erlangen
- Mitte Oktober 2026
- 30 %
- Eigene Buchungswebseite
- online erst seit 24. Juli 2026
Wir haben in den vergangenen Monaten viel ausprobiert, getestet und optimiert. Inzwischen wissen wir, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen.
Wir haben einen Hebel gefunden, der für uns funktioniert. Und genau diese Erfahrungen möchten wir mit anderen Gastgebern teilen.
Was wir mit &oh für andere Gastgeber tun können
Vielleicht hast du bereits eine eigene Webseite, aber es kommen kaum Direktbuchungen darüber. Vielleicht bist du bisher ausschließlich auf Airbnb oder Booking vertreten und möchtest unabhängiger werden.
Mit &oh unterstützen wir Gastgeber dabei, ihre Unterkünfte im Netz sichtbarer zu machen und mehr Direktbuchungen zu ermöglichen.
Wir prüfen bestehende Webseiten, suchen nach Schwachstellen und beraten dich dabei, deine Direktbuchungsstrategie zu verbessern.
Woran wir gerade arbeiten: Book&oh
Für die WolkenGuckerei und für BASE haben wir eigene Buchungswebseiten. Nicht jeder Gastgeber hat das. Deshalb arbeiten wir an einem weiteren Projekt: Book&oh.
Damit möchten wir auch Gastgebern ohne eigene Buchungswebseite eine einfache Möglichkeit geben, Direktbuchungen anzubieten.
Geplant ist, dass jede Unterkunft eine eigene Landingpage erhält, auf der sich Gäste informieren und direkt buchen können.
Das soll auch für kleinere Gastgeber funktionieren, die beispielsweise nur über Airbnb vermieten. Wer mehrere Portale nutzt, kann zusätzlich mit einem Channel Manager arbeiten. Der hält die Kalender aller Portale auf demselben Stand.

- Der Gastkommt auf die eigene Seite der Unterkunft.
- Die eigene SeiteDort informiert er sich über alles Wichtige.
- Direkt gebuchtbeim Gastgeber, ohne Portalprovision.
Auch kleine Unterkünfte bekommen eine eigene Direktbuchungsseite und werden unabhängiger von den großen Portalen.
Book&oh befindet sich noch im Aufbau. Aber die Idee dahinter ist dieselbe, die uns bei unseren eigenen Unterkünften antreibt:
Mehr Sichtbarkeit, mehr Direktbuchungen und stärkere Unabhängigkeit von den großen Buchungsportalen.
Was wir selbst gelernt haben, behalten wir nicht für uns.
Bei &oh teilen wir unser Wissen gerne mit dir.
Unsere Webseitenstatistik berücksichtigt nur Besuche von Nutzern, die der Cookie-Erfassung zugestimmt haben. Besuche aus der ChatGPT-App kommen oft ohne Herkunft an und sind darin nicht als ChatGPT gezählt.
Häufige Fragen
Empfiehlt ChatGPT auch Ferienwohnungen?
Ja. Gäste erzählen ChatGPT, was sie sich für ihren Urlaub wünschen, und bekommen eine Unterkunft vorgeschlagen, die zu ihren Bedürfnissen passt. Seit der Webseitenumstellung im September 2026 fragt Sarah von &oh die Gäste der WolkenGuckerei in Markt Erlbach, wie sie die Unterkunft gefunden haben. Bei jeder Direktbuchung kommt dieselbe Antwort: über ChatGPT.
Warum kann eine KI meine Ferienwohnungs-Webseite nicht lesen?
Oft liegt es an der Technik. Bei der WolkenGuckerei lud das Baukastensystem viele Inhalte erst im Browser nach. Normale Besucher sahen alles, bei automatisierten Abrufen kamen aber nur der Name, das Menü und eine Überschrift an. Texte, FAQs und Blogartikel waren praktisch unsichtbar.
Wie schnell bringt die KI-Suche Buchungen?
Bei der WolkenGuckerei ging es sehr schnell. Am 18. September 2026 war die Webseite für automatisierte Abrufe lesbar, am 21. September 2026 kam die erste Direktbuchung über ChatGPT. Das waren drei Tage. Bei Google können dagegen Wochen vergehen, bis sich Änderungen in den Suchergebnissen bemerkbar machen.
Welche Informationen braucht eine KI über meine Ferienwohnung?
Die Inhalte müssen technisch zugänglich sein und verständlich beschreiben, was Gäste erwartet. Zum Beispiel, ob Hunde willkommen sind, wie viele Personen Platz haben, ob sich die Unterkunft für ein Freundinnenwochenende eignet und welche Regeln gelten, etwa ein Partyverbot. Bei der WolkenGuckerei fehlten anfangs sogar die Adresse auf der Startseite und die Sauna im Google-Unternehmensprofil.
Ist Google-SEO für Ferienwohnungen dann noch wichtig?
Ja, Google bleibt wichtig, und &oh optimiert die eigenen Webseiten weiter für Suchmaschinen. Genauso wichtig ist aber die Frage, ob eine KI überhaupt versteht, was eine Unterkunft anbietet. Dafür reicht es nicht, dass eine Webseite hübsch aussieht.
Wie hilft &oh Gastgebern bei mehr Direktbuchungen?
&oh prüft bestehende Webseiten, sucht nach Schwachstellen und berät Gastgeber dabei, ihre Direktbuchungsstrategie zu verbessern. Das gilt auch für Gastgeber, die bisher nur auf Airbnb oder Booking vertreten sind und unabhängiger werden möchten.
Von Sarah | &oh

